Neugeborenen-Hörscreening

Das Neugeborenen-Hörscreening ist internationaler und interdisziplinärer Konsens. Ein zentrales Nachverfolgen der kontrollbedürftigen Kinder durch die zeitnahe Koordination der Befunde ist erforderlich, um das Diagnose- und Versorgungsalter signifikant zu senken. Ziele dieses Projektes sind die Entwicklung und Überprüfung einer auf Funktechnik beruhenden Lösung zur Datenübertragung zwischen Screeninggeräten und Trackingleitstellen sowie die Konzeption einer integrierten IT-Struktur (Datenstrukturen, Schnittstellendefinitionen) zwischen den verschiedenen Screeninggeräten, unterschiedlicher Trackingsoftware, Klinikinformationssystemen und den vorhandenen und sich gerade entwickelnden telematisch-telemedizinischen Intrastrukturen in der Gesundheitswirtschaft unter besonderer Berücksichtigung des Datenschutzes. Erreicht werden sollen die Erfassung aller Neugeborenen (Vollständigkeitstracking) und eine verbesserte Screening- und Servicequalität, um einen verkürzten Versorgungsweg mit Beschleunigung von Diagnoseerstellung und Therapiebeginn zu ermöglichen. Die entwickelte Funktechnologie sollte als Out-of-the-Box-Lösung in einem europäischen und globalen Gesundheitsmarkt wettbewerbsfähig sein.

In diesem Med in.NRW-Projekt wurde die notwendige IT-Infrastruktur und die Hardware auf der Basis von Funktechnologie für ein eingeführtes (Ersatzlösung für die bisherige analoge Übertragung) und ein neues Screeninggerät (in das Gerät integrierte Lösung) entwickelt und in Feldversuchen mit insgesamt zehn Kliniken evaluiert.


Projektleitung:
Universitätsklinikum Münster
Poliklinik für Phoniatrie u. Pädaudiologie
Peter Matulat
Kontaktdaten:
Tel.: 0251 / 83 -56898
E-Mail: matulat@uni-muenster.de
Projektlaufzeit:
01.09.2009 – 31.01.2012
Förderung:
Das Vorhaben wurde mit Mitteln des Landes NRW und der EU im Rahmen des Ziel2-Programms NRW 2007-2013 gefördert (Med in.NRW/NRW-Ziel 2-Programm 2007 – 2013). Nähere Information zur Förderung finden Sie unter www.etn.nrw.