MEDICA 2018: Landesgemeinschaftsstand NRW lädt zur Diskussion über geplanten NRW-weiten Einsatz des Telenotarztes

8. November 2018 | Kategorien: Allgemein, Partner/Kooperationen, Pressemitteilungen, Veranstaltungen

 

Bochum/Düsseldorf, 07. November 2018 – Der Telenotarzt soll in Nordrhein-Westfalen flächendeckend zum Einsatz kommen. Damit reagiert NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann konsequent auf steigende Einsatzzahlen, Fachkräftemangel und das Bedürfnis nach einer Qualitätssteigerung im Rettungsdienst. Auf der MEDICA diskutieren am Montag, 12.11.2018, 12:00 bis 13:00 Uhr, Experten am Landesgemeinschaftsstand NRW „Gesundheitswirtschaft. Telematik. Telemedizin.“ (Halle 15, Stand C05/E06) über den Einsatz des Telenotarzt-Systems.

Unter dem Motto „Für Notfälle gerüstet – Der Telenotarzt für NRW“ diskutieren Priv.-Doz. Dr. med. Stefan Beckers, MME, Ärztlicher Leiter des Rettungsdiensts der Stadt Aachen, Dr. Marie-Thérèse Mennig, Geschäftsführerin P3 telehealthcare GmbH, Dr. med. Gerhard Nordmann, Erster Vorsitzender des Vorstands der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe, Ralf Rademacher, Geschäftsführer des Rettungsdienstes Kreis Heinsberg, Dirk Ruiss, Leiter der Landesvertretung Nordrhein-Westfalen des Verbands der Ersatzkassen e. V. (vdek) sowie Bernd Schnäbelin, Leiter des Referats Rettungswesen, Rehabilitation im Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen. Organisiert und moderiert wird die Diskussionsrunde vom ZTG Zentrum für Telematik und Telemedizin – dem Ausrichter des Landesgemeinschaftsstandes NRW.

Das Telenotarzt-System, das von der Aachener P3 telehealthcare GmbH (Mitaussteller am Landesgemeinschaftsstand NRW) seit 2014 betrieben und von der Uniklinik RWTH Aachen und der Berufsfeuerwehr Aachen unterstützt wird, ermöglicht es ausgebildeten Notärzten, sich per Video in die Rettungswagen am Einsatzort zuzuschalten. Dabei fungiert der Telenotarzt als Ergänzung des bereits bestehenden fahrenden und fliegenden Rettungsdiensts. Wichtig vor Ort ist nicht immer der manuelle Eingriff des Notarztes, sondern vielmehr dessen Fachwissen und Entscheidungsbefugnis. Bislang konnten unter Einbeziehung des Telenotarztes Patienten in über 12.000 Einsätzen gerettet werden.

„Die NRW-weite Umsetzung des Telenotarztes birgt die Potenziale, bestehende Versorgungslücken zu schließen, Standards zu sichern und den Rettungsdienst systematisch zu entlasten. Der Telenotarzt stärkt die überregionale Zusammenarbeit und trägt zu einer Verbesserung der Patientenversorgung sowohl in ländlichen wie auch städtischen Regionen bei. Entscheidend für die nächsten Schritte ist nun, mit allen Beteiligten gemeinsam ein tragfähiges Umsetzungskonzept zu erarbeiten und Vorbehalten proaktiv zu begegnen“, so Dr. Marie-Thérèse Mennig, Geschäftsführerin der P3 telehealthcare GmbH.

ZTG-Geschäftsführer Rainer Beckers ergänzt: „Das NRW-Gesundheitsministerium hat sich klar für eine flächendeckende Verbreitung des Telenotarztes ausgesprochen. Dies kommt vor allem der ländlichen Bevölkerung in Nordrhein-Westfalen zugute. Das ZTG unterstützt an dieser Stelle gerne. Insbesondere hinsichtlich der Herstellung der zwingend notwendigen Interoperabilität der beteiligten Systeme können wir wertvolle Koordinierungsarbeit leisten. Darüber hinaus nutzen wir unsere vielfältigen Kommunikationskanäle und -instrumente dafür, mehr Öffentlichkeit für das Engagement des Landes Nordrhein-Westfalen zur flächendeckenden Einführung des Telenotarztes zu schaffen.“

PM_Medica_Telenotarzt

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