Es braucht eine Opt-out-Regelung für die ePA

4. August 2022 | Kategorien: Allgemein

Quelle: aerztezeitung.de – Die elektronische Patientenakte (ePA) könne nur dann ein Erfolg werden, wenn sie leicht handhabbar und zudem der Ausstieg und nicht der Einstieg freiwillig sei – meint Jörn Simon, Leiter der TK-Landesvertretung in Rheinland-Pfalz.

Derzeit wird auf Bundesebene die Opt-out-Regelung für die ePA diskutiert. Demnach würde jeder Versicherte per se eine ePA erhalten. Wer keine ePA möchte, könne der Anlage und ihrer Befüllung grundlegend widersprechen.

Andere europäische Nachbarländer machten gute Erfahrungen mit einer Opt-out-Lösung. „Auch in Österreich ist die Nutzung der ePA eine freiwillige Entscheidung. Das Ergebnis: Sieben Jahre nach ihrer Einführung, besitzen 97 Prozent der Versicherten dort eine Patientenakte“, erklärt der TK-Landeschef. In Deutschland nutzt gerade einmal 0,5 Prozent aller gesetzlich Krankenversicherten die elektronische Patientenakte. Dies ließe durch eine verbesserte Handhabung und die Einführung einer Opt-out-Regelung ändern.

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