1. Platz beim Deutschen Preis für Patientensicherheit geht an TELnet@NRW

30. April 2021 | Kategorien: Allgemein

TELnet@NRW belegt in diesem Jahr den ersten Platz beim Deutschen Preis für Patientensicherheit. Im Rahmen des Projektes wurden von Januar 2017 bis März 2020  über 100.000 Patientinnen und Patienten behandelt. Es konnte zeigen, wie sektorenübergreifende, telemedizinische Netzwerke die Behandlungsqualität verbessern können.

Das im Rahmen des Innovationsfonds durch den Gemeinsamen Bundesausschuss geförderte Projekt TELnet@NRW wurde am Donnerstag mit dem ersten Platz beim Deutschen Preis für Patientensicherheit ausgezeichnet. TELnet@NRW-Konsortialführer Univ.-Prof. Dr. med. Gernot Marx, FRCA, Direktor der Klinik für Operative Intensivmedizin und Intermediate Care an der Uniklinik RWTH Aachen, nahm den Preis stellvertretend für das Projekt-Team entgegen.

Das Projekt lief von Januar 2017 bis März 2020. In diesem Zeitraum nahmen über 100.000 Patientinnen und Patienten aus dem ambulanten und stationären Bereich – Einwilligung vorausgesetzt – an dem Projekt teil.  Die Evaluation des Projektes TELnet@NRW  konnte zeigen, dass die Zusammenarbeit in einem sektorenübergreifenden telemedizinischen Netzwerk einen spürbaren Mehrwert bei der Versorgung von Patientinnen und Patienten in der Intensivmedizin und Infektiologie bietet. Dieser Meinung ist auch der Innovationsausschuss beim Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA). In seiner Sitzung vom 16. April 2021 sprach der Ausschuss Empfehlungen zur Überführung von TELnet@NRW in die Regelversorgung aus. Zu diesem Zweck sind die Ergebnisse des Projekts nun zur weiteren Prüfung an die Gesundheitsministerien der Länder, den Unterausschuss Bedarfsplanung des G-BA, den GKV-Spitzenverband, die Kassenärztliche Bundesvereinigung, die Deutsche Krankenhausgesellschaft und das Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus (InEK) weitergeleitet worden.

Über den Preisträger
Das durch Mittel des Innovationsfonds geförderte Projekt „TELnet@NRW“ verfolgte seit Anfang 2017 das Ziel, in den Modellregionen Aachen und Münster bzw. Münsterland ein sektorenübergreifendes telemedizinisches Netzwerk in der Intensivmedizin und Infektiologie aufzubauen. Zentrales Element war eine gemeinsame digitale Infrastruktur, die sichere Video-Audio-Verbindungen zwischen den universitären Experten der Telemedizinzentren Aachen und Münster sowie den Partnern aus den 17 zusammengeschlossenen Kooperationskrankenhäusern und den beiden Praxisnetzwerken MuM Medizin und Mehr eG in Bünde und dem Gesundheitsnetz Köln-Süd e. V. ermöglichte, um in Televisiten und -konsilen schnell und datenschutzkonform Daten, Informationen und Dokumente auszutauschen. Konsortialpartner des Projekts waren die Uniklinik RWTH Aachen, das Universitätsklinikum Münster, das Ärztenetz MuM Medizin und Mehr eG Bünde, das Gesundheitsnetz Köln-Süd e.V., die Techniker Krankenkasse, die Universität Bielefeld und das ZTG Zentrum für Telematik und Telemedizin. Das Projekt wurde mit Mitteln des Innovationsausschusses beim Gemeinsamen Bundesausschuss unter dem Förderkennzeichen 01NVF16010 gefördert.

Weitere Infos unter telnet.nrw

Über den Preis
Mit dem Deutschen Preis für Patientensicherheit fördert und würdigt das Aktionsbündnis Patientensicherheit e.V. jedes Jahr Akteure im Gesundheitswesen, die sich mit besonderen
Ideen und Projekten für die Verbesserung der Patientensicherheit einsetzen.

Weitere Infos unter aps-ev.de/dpfp

Sehen Sie hier eine Aufzeichnung der Verleihung: 

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