Langzeitfolgen vorbeugen: DIVI legt Qualitätsindikatoren für Intensivmedizin fest

19. Februar 2021 | Kategorien: Allgemein

Quelle: aerzteblatt.de – Personen, die intensivmedizinisch versorgt wurden, leiden oft an Langzeitfolgen durch notwendige Behandlungen wie die Beatmung. So können zum Beispiel nach der Klinikentlassung Organfunktionsstörungen auftreten, die zur Langzeitbeatmung führen können. Außerdem leiden viele an kognitiven Störungen und Mobilitätsverlust. Die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) hat nun die Qualitätsindikatoren überarbeitet, mit dem Ziel, diese Langzeitfolgen zu vermeiden.

Im Zuge dessen wurde eine zentrale E-Health-Plattform ins Leben gerufen, über die Kommunikation und Datenerfassung der beteiligten Krankenhäuser über ein telemedizinisches Zentrum gebündelt werden. Darüber werden auch täglich Televisiten mit den Patientinnen und Patienten mit erfahrenen Intensivmediziner der Tele-ICU der Charité, Universitätsmedizin Berlin, abgehalten. Dabei sollen die DIVI-Qualitätsindikatoren berücksichtigt und eingehalten werden. Außerdem soll die Behandlungsqualität verbessert werden. Dies soll über ein kompetenzbasiertes Qualifizierungs- und Personalentwicklungskonzept realisiert werden.

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Gut zu wissen:

Prof. Dr. med. Gernot Marx, FRCA, Direktor der Klinik für Operative Intensivmedizin und Intermediate Care an der Uniklinik RWTH Aachen und Mitglied im Forum Telemedizin der ZTG GmbH, hat das Amt des Präsidenten der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) übernommen.