AIDA

AIDA – Arbeitsentwicklung In Der Altenpflege durch Einführung eines telemedizinischen Notdienst-Konzeptes

Die aktuellen Herausforderungen in der Altenpflege stellen die Pflegenden, aber auch die betreuenden Hausärzte auf die Probe. Der demografische Wandel und der dem gegenüberstehende Fachkräftemangel führen zu einer Arbeitsverdichtung auf ärztlicher und pflegerischer Seite. Bei Zustandsverschlechterungen der Patientinnen bzw. Patienten kann nur noch selten ein Hausbesuch stattfinden. Meist wird dann der Notruf ausgelöst, der unmittelbar in einer Krankenhauseinweisung endet, auch wenn die betroffene Person häufig ambulant in der Pflegeeinrichtung weiterbehandelt werden könnte. Neben den Kosten für den Krankenhausaufenthalt führt dies zu weitreichenden gesundheitsökonomischen, aber auch patientenbezogenen Folgen.

Ziel des Projekts „AIDA“ ist es, ein Konzept in die Altenpflege zu integrieren, das der zunehmenden Digitalisierung gerecht wird und zeitgleich eine bedarfsgerechte Notfallversorgung der Patientinnen und Patienten in Alten- und Pflegeheimen gewährleistet. Über eine telemedizinische Anwendung im Rahmen der Altenpflege soll eine räumlich unabhängige Verfügbarkeit ärztlicher Fachkompetenz adressiert werden. Dabei werden nicht nur die betreuenden Hausärzte und -ärztinnen telemedizinisch angebunden, sondern auch als 24/7-Überbrückung ein telemedizinischer Notdienst eingerichtet. Neben ei-ner ökonomischen Betrachtung der geplanten Maßnahmen, werden auch arbeitswissenschaftliche Aspekte gezielt in das Vorhaben integriert und diese evaluiert. Ärztliche und pflegerische Personalkapazitäten können durch das geplante Vorhaben effektiver genutzt und eine ganzheitliche Versorgung gewährleistet werden.


Projektleitung:
Universitätsklinikum RWTH Aachen
Kontakt:
Herr Dr. Andreas Follmann

Tel.: 0241 / 8088179

Projektlaufzeit:
16.11.2019 – 15.11.2022
Verbund:

Stiftung Evangelisches Alten- und Pflegeheim Gemünd

Docs in Clouds Telecare GmbH

MA&T Sell & Partner GmbH

St. Gereon Seniorendienste gGmbH

Förderung:
Das Vorhaben wird mit Mitteln des Landes NRW und der EU im Rahmen des OP EFRE NRW 2014-2020 gefördert (Leitmarktwettbewerb Gesundheit.NRW).
Nähere Information zur Förderung finden Sie unter www.leitmarktagentur.nrw.