Prof. Gernot Marx im Interview zur Telemedizin in Nordrhein-Westfalen

25. Mai 2020 | Kategorien: Allgemein

Prof. Dr. med. Gernot Marx, FRCA, Direktor der Klinik für Operative Intensivmedizin und Intermediate Care an der Uniklinik RWTH Aachen.

Quelle: meinungsbarometer.info – Seit Ende März 2020 läuft die Vorstufe zum Virtuellen Krankenhaus Nordrhein-Westfalen. Vorstandsvorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Telemedizin e. V. (DGTelemed) und Mitglied des ZTG-Forums Telemedizin, erläutert in einem Interview den positiven Effekt von Videosprechstunden, Telekonsilen und Telemedizin auf die Gesundheitsversorgung. So seien bereits nach vier Wochen nach dem Start der Vorstufe über 700 Telekonsile abgehalten worden.

Anbieter von Telemedizin-Lösungen Video verzeichnen vor allem im Bereich der Videosprechstunden in der aktuellen Corona-Krise einen starken Nachfrage-Zuwachs. Welchen Beitrag können Videosprechstunden zur Entlastung des Gesundheitswesens leisten?

„Videosprechstunden stellen eine Möglichkeit dar, Prozesse im Gesundheitswesen effizienter zu gestalten. Dass Videosprechstunden auch bei schweren Krankheitsverläufen ein effektives Mittel darstellen, Infektionsketten zu unterbrechen und unter räumlicher Distanz die medizinische Versorgung zu ermöglichen, stellen wir im Zusammenhang mit der aktuellen Corona-Pandemie fest. Aus diesem Grund hat die Kassenärztliche Bundesvereinigung vor einigen Wochen beschlossen, dass der Einsatz der Videosprechstunde bis Ende Juni unbegrenzt erfolgen kann. Wir als DGTelemed begrüßen diese Möglichkeit sehr. Uns freut besonders, dass einige unserer Mitglieder mit einer kostenfreien Bereitstellung ihrer Videosprechstunden-Systeme oder einer umfassenden Beratung für Mediziner einen Beitrag leisten, die Qualität der medizinischen Versorgung in der aktuellen Situation gewohnt hoch zu halten. In Nordrhein-Westfalen ist außerhalb Ende März eine Vorstufe des Virtuellen Krankenhauses in Betrieb genommen worden. Der Start wurde um Monate vorgezogen, damit Krankenhäuser über Telekonsile fachärztliche Expertise zur Behandlung schwer kranker Covid-19-Patienten bei den Unikliniken Aachen und Münster anfragen können, um die bestmögliche Intensivtherapie vor Ort zu gewährleisten. Die Nachfrage zeigt, wie wichtig die Initiative des Landes NRW ist: nach einem Monat wurden bereits weit mehr als 700 Telekonsile durchgeführt.“

Lesen Sie hier das ganze Interview.

Informationen zum Virtuellen Krankenhaus finden Sie auch auf der offiziellen Webseite.