Projekt I/E-Health NRW setzt bei Fallakten auf KV-Connect

27. September 2018 | Kategorien: Allgemein, Partner/Kooperationen, Projekt-News

Ein neuer KV-Connect-Adapter übersetzt zwischen den Sektoren

Quelle: Digital Healthcare NRW e.V. – Ziel des Projektes I/E-Health NRW ist es, über Krankenhausinformationssysteme (KIS), ein webbasiertes Portal und Praxisverwaltungssysteme (PVS) direkt auf elektronische Fallakten zugreifen zu können. KV-Connect-Nutzer werden dies voraussichtlich ab Frühjahr 2019, sofern sie Projektteilnehmer und CGM- oder Duria-Kunden sind, über einen neuen KV-Connect-Adapter tun können. So schafft I/E-Health NRW interoperable Lösungen für Klinik und Praxis auf der Basis von IHE-Profilen und der EFA-2.0-Spezifikation, die bald in den vier Modellregionen Düren/Aachen, Dortmund, Borken/Ahaus und Münster/Kreis Warendorf erprobt werden.

Immer mehr Krankenhausärzte tauschen bereits untereinander und mit ihren niedergelassenen Kollegen elektronische Arztbriefe sowie dazugehörige Befunde Ende-zu-Ende-verschlüsselt über den sicheren Kommunikationsdienst KV-Connect der KV Telematik GmbH (KVTG) aus. „Der KV-Connect-Adapter für die Elektronische Fallakte (EFA) wird eine weitere Anwendung aus dem breiten Angebot von KV-Connect sein. Für unseren Projekterfolg sind der neue KV-Connect eAktenDienst und der EFA-KVC-Adapter zentrale Bausteine“, erklärt Burkhard Fischer, Vorstand Digital Healthcare NRW e. V. und Referatsleiter IT bei der Krankenhausgesellschaft NRW.

Der spezifizierte KVC-Anwendungsdienst eAktenDienst ermöglicht als Schnittstelle die Aktenkommunikation zwischen dem EFA-Providersystem und dem Praxisverwaltungssystem (PVS). Der EFA-KVC-Adapter nimmt die Nachrichten entgegen und transformiert sie in Akten-Transaktionen (ITIs gemäß IHE XDS.b), die dann auf dem EFA-Aktensystem ausgeführt werden. Im Sinne des Request-Response-Vorgangs erzeugt im Gegenzug der EFA-KVC-Adapter KVC-Nachrichten, die er an das PVS des Akten-Beteiligten zurücksendet. „Auf diese Weise können alle gängigen Aufgaben auf dem Aktensystem direkt aus dem PVS ausgeführt werden, vom Anlegen einer Fallakte über das Einstellen von Dokumenten und das Ändern von Berechtigungen bis zum Lesen der Inhalte und Schließen der Fallakte“, so Dr. Georg Diedrich, 2. Vorsitzender Digital Healthcare NRW e. V. und Geschäftsbereichsleiter IT der KVWL. Dass nur berechtigte Ärzte in Krankenhäusern und Praxen auf die elektronische Fallakte eines Patienten zugreifen können, dafür sorgt ein ausgeklügeltes Berechtigungsmanagement.

Um die Adapterfunktionalität im I/E-Health-NRW-Projekt möglichst frühzeitig zu testen, wird diese stufenweise umgesetzt. In den aktuellen entwicklungsbegleitenden Integrationstests werden die Funktions- und Verbindungsfähigkeit sowie die Performance und Belastbarkeit geprüft und weiterentwickelt.

PM_IE-Health_NRW_KVC-Adapter_26.09.2018


Für die erfolgreiche Umsetzung des Projekts, das Teil der Landesinitiative eGesundheit.nrw ist, kooperieren die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe, die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein, der gemeinsamen IT-Tochter KV-IT GmbH, Healthcare IT Solutions der Uniklinik Aachen, Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen, Caritas Trägergesellschaft West, CompuGroup Medical, Duria eG, Fachhochschule Dortmund, St. Franziskus-Stiftung Münster, Klinikum Westmünsterland sowie Krankenhaus Düren. Weitere Partner sind das Klinikum Dortmund und Telekom Healthcare Solutions.