Telematikinfrastruktur: KBV und GKV-Spitzenverband einigen sich über Erstausstattungspauschale

5. Juni 2018 | Kategorien: Allgemein

Quelle: kbv.de – Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und der Spitzenverband der Gesetzlichen Kranken­versicherung (GKV) haben sich im Rahmen der Anbindung deutscher Arztpraxen an die Telematikinfrastruktur (TI) auf Eckpunkte zur weiteren Finanzierung der Ausstattungskosten geeinigt. Die Einigung erfolgte vor wenigen Tagen unter Vermittlung des Vorsitzenden des Bundesschiedsamtes in Berlin.

„Wir haben die dringend notwendige Sicherheit geschaffen für die Praxen der niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten“, erklärte heute Dr. Thomas Kriedel, Mitglied des Vorstands der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) in Berlin.

„Es ist an der Industrie, durch die Bereitstellung geeigneter Produkte dafür zu sorgen, dass alle Arztpraxen, die gesetzlich Versicherte behandeln, die notwendige technische Ausstattung rechtzeitig erhalten können“, so Dr. Doris Pfeiffer, Vorstandsvorsitzende des GKV-Spitzenverbands.

Die getroffene Einigung sieht vor, dass die Berechnungsgrundlage für die Erstausstattungspauschale im dritten Quartal 2018 einen um zehn Prozent günstigeren Konnektorenpreis aus dem Vorquartal bildet. Dieser wird ab dem vierten Quartal 2018 um weitere zehn Prozent reduziert.

Die KBV und der GKV-Spitzenverband zeigen sich außerdem zuversichtlich, dass in den kommenden Monaten zusätzliche Anbieter von Konnektoren den Markt erweitern. Es ist davon auszugehen, dass dann die Angebotspreise angepasst werden.

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Die Ver­tre­ter­ver­samm­lung der Kassenärztlichen Vereinigung Mecklenburg-Vorpommern (KVMV) und die Kassenärztliche Vereinigung Rheinland-Pfalz (KV RLP) befürchten allerdings, mit der neuen Einigung sei „eine vollständige Übernahme der Kosten nicht zuverlässig sichergestellt“, so die KVMV.

„Wir sind überhaupt nicht glücklich darüber, dass die Praxen auf den verbleibenden zehn Prozent ihrer Kosten sitzen bleiben. Die Krankenkassen sind gesetzlich verpflich­tet, die Kosten für die Anbindung der Praxen an die TI in voller Höhe zu übernehmen“, erklärte Peter Andreas Staub, Vorstandsmitglied der KV RLP.

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