Elektronische Gesundheitskarte

Mit der Einführung der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) und dem Aufbau einer Telematik-Infrastruktur werden die Kommunikations- und Organisationsstrukturen im Gesundheitswesen derzeit umfassend modernisiert, sowie effizienter und leistungsfähiger gestaltet.
Die erste Stufe für den Aufbau der Telematikinfrastruktur, die Ausstattung der Versicherten mit einer elektronischen Gesundheitskarte, ist erfolgreich abgeschlossen – Seit dem 1. Januar 2015 gilt die eGK verpflichtend als Versicherungsnachweis.

Im nächsten Schritt stehen die Erprobung des zentralen Netzwerkes der Telematikinfrastruktur sowie das sichere Verschlüsseln und der Austausch eigener medizinischer Daten mittels eGK als Zugangsschlüssel an. Im sogenannten „Online Rollout (Stufe 1)“ (ORS1) werden zunächst in einem 6 monatigen Funktionstest die Online-Aktualisierung der Versichertenstammdaten, ein Basisdienst für die Qualifizierte Elektronische Signatur (QES) sowie – in diesem Zusammenhang – der Heilberufsausweis im Echtbetrieb getestet. Im Fokus des Testverfahrens stehen Praxistauglichkeit, Datenschutz, Interoperabilität, Kompatibilität, Stabilität und Sicherheit der Telematikinfrastruktur.

Aufgrund der Erfahrungen des ersten Feldtests der eGK in den Jahren 2007 und 2008 ist dabei eine wesentliche Neuerung, dass für die anstehende Erprobung die Industrie mit der Umsetzung des Verfahrens beauftragt wurde (Gewinnung, technische Ausstattung und Betreuung der Testteilnehmerinnen und Testteilnehmer). Auch die Anzahl der Testregionen zur Erprobung der Anwendungen wurde reduziert: Die bisherigen sieben Testregionen der ersten Testverfahren wurden zu zwei Testregionen zusammengelegt, die sich über 3 bzw. 2 Bundesländer erstrecken: Die neue Testregion „NordWest“ besteht aus den bisherigen Testregionen Rheinland/Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein, die Testregion „SüdOst“ aus den bisherigen Testregionen Bayern und Sachsen.

Insgesamt werden je Testregion 500 Ärztinnen und Ärzte, Zahnärztinnen und Zahnärzte und Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten sowie fünf Krankenhäuser, darunter ein Universitätsklinikum, an der Erprobung mitwirken. Aufgrund dieser – im Vergleich zum ersten Testverfahren – großen Anzahl an Testteilnehmerinnen und Testteilnehmern werden dann schätzungsweise etwa eine Million Versicherte durch ihren Praxisbesuch an der Erprobung teilnehmen.

Die zentralen Aufgaben der Arbeitsgemeinschaften (ARGEn) und die operative Umsetzung durch deren Projektbüros in den Testregionen liegen in der Akzeptanz- und Öffentlichkeitsarbeit, einer zielgruppengerechte Kommunikation und Schaffung von Transparenz. Die Projektbüros unterstützen zudem mit ihrer langjährigen Erfahrung kompetent den Ablauf und die Einführung der Telematikinfrastruktur und verbinden durch ihre enge Zusammenarbeit mit der gematik die Landesregionen mit der Bundesebene.

In Nordrhein-Westfalen ist die Erprobung der eGK bisher eingebettet in die Landesinitiative eGesundheit.nrw. Verantwortlich für die Umsetzung nach Vorgaben der gematik ist in NRW eine Arbeitsgemeinschaft aus 23 Organisationen des Gesundheitswesens (ARGE eGK/HBA-NRW) .

Informationen zu den fachlichen und technischen Spezifikationen der elektronischen Gesundheitskarte sowie zur Test- und Einführungsphase erhalten Sie auf der Website der Gesellschaft für Telematikanwendungen der Gesundheitskarte unter www.gematik.de. Hier steht auch ein kurzer Informationsfilm zur Funktionsweise des Versichertenstammdatenmanagement zur Verfügung.


Projektleitung:
Jörg Marquardt
Kontaktdaten:
Projektbüro ARGE eGK/HBA-NRW
Universitätsstraße 142
44799 Bochum
Tel: 0234-3338560-1
Fax: 0234-3338560-3
E-Mail: projektbuero@egk-nrw.de
Web: testregion-nordwest.de

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