Telereha Phantomschmerz

Patient Centred Telerehabilitation (PACT) – Telereha Phantomschmerz

Phantomschmerzen nach Amputationen können selbst Jahre nach der Operation zu starken Einschränkungen der Alltagsaktivitäten, Autonomie und Teilhabe führen. Nichtmedikamentöse Verfahren gewinnen in der Versorgung von Betroffenen zunehmend an Bedeutung. Ein langfristiges, kontinuierliches Training ist meist Voraussetzung für eine längerfristige Schmerzreduktion. Moderne Informationstechnologien spielen in diesem Kontext eine bedeutsame Rolle, um das Selbstmanagement der Betroffenen zu fördern.

Ziel und Methoden

Ziel des Projekts ist es, eine Telerehabilitation zu entwickeln, die gemäß den Anforderungen und Präferenzen von Patientinnen und Patienten mit Phantomschmerzen nach Amputationen im Beinbereich gestaltet wird und ihre Benutzerfreundlichkeit, technische Funktionsfähigkeit und Kosten-Effektivität zu evaluieren. In den ersten beiden Phasen des Projekts werden Betroffene, sowie Therapeutinnen und Therapeuten in Einzelinterviews zu Ihren Vorstellungen und Bedürfnissen hinsichtlich der Telerehabilitation befragt. In der darauffolgenden Phase wird auf Basis bereits verfügbarer Systeme sowie unter Berücksichtigung der aktuellen Evidenz und Expertenmeinung ein erster Prototyp der Telereha entworfen. Anschließend wird dieser auf Benutzerfreundlichkeit und technische Funktionsfähigkeit getestet. Sobald beide Aspekte in ausreichendem Maß gegeben sind, wird über einen Zeitraum von 18 Monaten eine multizentrische, randomisierte, kontrollierte Studie durchgeführt. Zusätzlich wird eine Kosten-Nutzen-Bewertung vorgenommen.

Bisherige Ergebnisse

In der ersten Projektphase wurden zehn Therapeutinnen und Therapeuten hinsichtlich Ihrer Anforderungen an die Telerehabilitation befragt. In der Auswertung dieser Stichprobe zeigten sich keine geschlechtsspezifischen Unterschiede. Es wurden Wünsche und Bedürfnisse zu den Themenbereichen Monitoring, Übungsprogramme, Kommunikation/Kontakte, Patientenverwaltung und Rahmenbedingungen/persönliche Einstellungen geäußert. Diese wurden tabellarisch zusammengefasst und den einzelnen Themenbereichen zugeordnet. Die Zuordnung von Prioritätsstufen an die Anforderungen ermöglichte es, die für den ersten Prototyp der Telereha essentiellen Funktionen festzulegen und in den Anforderungskatalog aufzunehmen.

Nächste Schritte

Die essentiellen Funktionen der Telereha werden zur Zeit in digitale Entwurfsvorlagen umgewandelt, um die Meinung der späteren Nutzerinnen und Nutzer einzuholen. Nachfolgend wird ihr Feedback in die überarbeitete Version der Entwurfsvorlagen und die Programmierung des ersten Prototyps integriert. Der Prototyp wird nachfolgend auf seine Benutzerfreundlichkeit und technische Funktionsfähigkeit getestet. Bis Ende des Jahres 2013 soll eine einsatzfähige Version der Telereha fertiggestellt werden.


Projektleitung:
Andreas Rothgangel, M.Sc.
Kaasa health GmbH
Kontaktdaten:
Zollhof 13 :: 40221 Düsseldorf
Tel.: 0211 / 730 635 -0
Fax: 0211 / 730 635 -77
E-Mail: andreas.rothgangel@kaasahealth.com
Webseite: telereha.net
Projektlaufzeit:
05.09.2012 – 30.06.2015
Förderung:
Das Vorhaben wurde mit Mitteln des Landes NRW und der EU im Rahmen des Ziel2-Programms NRW 2007-2013 gefördert (IuK Gender Med.NRW/NRW-Ziel 2-Programm 2007 – 2013). Nähere Information zur Förderung finden Sie unter www.etn.nrw.