Pilotbetrieb – eGBR

Im Herbst 2011 wurde der Startschuss gegeben, im Rahmen eines zunächst regional begrenzten Pilotbetriebs in Nordrhein-Westfalen, mögliche Ausgabeprozesse des eGBR mit ausgewählten Berufsgruppen praxistauglich umzusetzen und zu erproben. Dabei wurden konform zu den möglichen Prozessen zur Herausgabe von eHBA/eBA im Kontext des eGBR erste elektronische Heilberufsausweise ausgegeben. Ziel war dabei, Erfahrungen für die flächendeckende Bereitstellung von eHBA/eBA zu sammeln und diese für den bedarfsgerechten Kapazitätsaufbau des eGBR zur Verfügung zu stellen. Als erste Berufsgruppe nahmen Physiotherapeutinnen und -therapeuten am Pilotbetrieb teil und wurden auf Antrag mit Vorläufer-eHBA ausgestattet. Die Ausgabe der Ausweise begann im Herbst 2012 und bis Ende 2013 wurden die Pilotteilnehmer mit einem Ausweis versorgt.

Unterstützt wurde der eHBA-Ausgabepilot für die Physiotherapie vom „Bundesverband selbständiger Physiotherapeuten – IFK e. V.“. Gemeinsam mit der opta data Abrechnungs GmbH trug er die Kosten des eHBA für teilnehmende IFK-Mitglieder. Technikpartner war die Firma „Atos Worldline“, die im Rahmen der Ausweisausgabe als technischer Dienstleister den Betrieb eines Karten- und Kartenapplikations-Management-System (KAMS) übernahm.

Somit befinden sich derzeit 1000 Vorläufer-eHBA im Feld und dienen den teilnehmenden IFK-Mitgliedern als Sichtausweis. Darüber hinaus bieten die Ausweise aber auch die technischen Voraussetzungen für elektronische Signaturen und Verschlüsselung, welche Wegbereiter für die Gestaltung effizenterer und sicherer Prozesse im Rahmen der Patientenversorgung sind. Über die Erprobung weiterer Anwendungen wird mit den Projektpartnern und im Rahmen des eGBR-Fachbeirats beraten.

Mit der Erprobung der möglichen Ausgabeprozesse des eGBR wurde ein wichtiger Entwicklungsschritt auf dem Weg zur flächendeckenden Telematikinfrastruktur getan. Aufbauend auf den Erfahrungen dieses Piloten ist geplant, stufenweise weitere Berufsgruppen einzubeziehen und mit eHBA/eBA auszustatten. Dabei wird angestrebt, spätestens bis zum Anwendungstest der eGK-Notfalldaten die erforderlichen Voraussetzungen zu schaffen, um Rettungsassistenten mit entsprechenden eHBA ausrüsten zu können. Zudemist eine Ausweitung des Pilotbetriebs auf andere Personengruppen und Berufsverbände angedacht.


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