bvitg: Fortschritt in der Gesundheitsmedizin nur durch datenvernetzte Versorgung

13. April 2018 | Kategorien: Allgemein, Partner/Kooperationen, Veranstaltungen, Zentrum für Telemedizin

Quelle: e-health-com – Der neue Koalitionsvertrag der frisch gebildeten Bundesregierung sieht neben Weiterem einige Veränderungen im Gesundheitswesen vor, darunter auch im Bereich „eHealth“. Sebastian Zilch, Geschäftsführer des Bundesverbands Gesundheits-IT – bvitg e. V., sprach in einem Interview über die derzeitige Situation beim Ausbau der Digitalisierung und hält eine datenvernetzte Versorgung für unerlässlich im Vorankommen einer zukunftsfähigen Gesundheitsversorgung. Außerdem fordert er: „Wir brauchen einen Dialog, bei dem am Ende eine gemeinsame, leitende Vision steht“. Dazu müssten unterschiedliche politische Institutionen verstärkt miteinander kooperieren, sodass einzelne Facetten aus Politik und Industrie zugunsten von Patienten miteinander vernetzt werden könnten.

Die Entwicklung der elektronischen Patientenakte (ePA) müsse durch einen gemeinsamen Konsens forciert werden, so Zilch. Noch gebe es zu viele unterschiedliche Lösungsansätze, die nicht zusammenfinden. „Aktuell wird ein Projektplan aufgesetzt, um bis Ende 2018 eine Spezifikation zu schreiben. Unsere Position ist: Wir brauchen einen einheitlichen Kerndatensatz, der festlegt, welche Felder eine Akte enthalten muss. Danach kann es Aktenvielfalt geben.“

Das 2017 auf Beschluss der 90. Konferenz der Ministerinnen und Minister, Senatorinnen und Senatoren für Gesundheit der Länder (GMK) gegründete „Forum Elektronische Patientenakten“ (ePA-Forum) engagiert sich verstärkt für die Einführung elektronischer Patientenakten und verfolgt das Ziel, geeignete Rahmenbedingungen sowie die bundesweite Koordination der verschiedenen Aktensysteme zu gestalten. Zilch, Mitglied im ePA-Forum, zeigt sich zuversichtlich in Bezug auf den aktuellen Entwicklungsstand des Forums: „Die Diskussionen im „ePA-Forum“ der Gesundheitsministerkonferenz sind schon beeindruckend: Es gibt zwei prominente Krankenkassenansätze, die unterschiedlicher nicht sein können, es gibt Industrielösungen, es gibt Krankenhäuser, die sich vernetzen, aus der Medizininformatikinitiative kommen Impulse, aus Fachgesellschaften auch… Es passiert wahnsinnig viel, aber das wenigste ist miteinander abgestimmt und kompatibel.“

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Das ePA-Forum setzt sich aus einem breiten Spektrum an Akteurinnen und Akteuren des Gesundheitswesens zusammen, darunter telemedizinische Projekte, Vertreter von Kassen und Institutionen, der Industrie und Ärztenetzen sowie weitere Experten in beratender Funktion. Koordiniert werden die Treffen von der ZTG GmbH in Bochum.

Auf der Website http://www.epa-forum.de/ finden Sie Steckbriefe von 14 Projekten und Lösungen. Der Bestand wird stetig erweitert.

ZTG und bvitg organisieren gemeinsam mit HL7-Deutschland und IHE-Deutschland in diesem Jahr den 3. Deutschen Interoperabilitätstag (DIT). Er findet am 8. Oktober 2018 in Kooperation mit der Jahrestagung von HL7 und IHE (9.-10. Oktober 2018) in Berlin statt.